Auszüge aus dem Schulkonzept

Gemeinsames Lernen bis zur 10. Klassenstufe

In dieser Schule lernen die Schüler und Schüler/-innen unabhängig vom angestrebten Schulabschluss bis zur 10. Klasse gemeinsam entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten.

„Gemeinschaftsschulen verlängern die gemeinsame Lernzeit der Schüler und führen zu einer neuen Lern- und Förderkultur. […] Den Schülerinnen und Schülern ist fächerspezifisch das Lernen nach verschiedenen Anspruchsniveaus auf der Grundlage der entsprechenden Lehrpläne zu ermöglichen. Von der äußeren Differenzierung in Bildungsgänge kann nur dann abgewichen werden, wenn ein entsprechend untersetztes Konzept vorgelegt wird. Die Lehrpläne gelten hinsichtlich ihrer Zielstellungen und können stofflich und in der Abfolge verändert werden, soweit dabei, aber auch allgemein, die Anschlussfähigkeit an Bildungsgänge regulärer Schulen gewährleistet ist.“ Ab der 9. Klasse wird abschlussbezogen unterrichtet, dies wird vor allem durch individualierten in Kooperation stattfindenen Unterricht gewährleistet, der Unterricht erfolgt somit binnendifferent (SMK 2005).

 

Ganztagsschule

Diese Schule ist konzipiert als gebundene Ganztagsschule, diese Möglichkeit der Ausrichtung von Schule besteht laut sächsischem Schulgesetz §16a. Ganztagsschule impliziert für diese Schule an mindestens drei Wochentagen einen Aufenthalt des Lehrpersonals und der Schüler und Schülerinnen von täglich mehr als sieben Zeitstunden, grundsätzlich von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr, in der Schule. Wobei sich an mindestens drei Tagen in der Woche auch Unterricht bis auf 16.00 Uhr verteilt. Auch an Tagen, an denen dies nicht der Fall ist, besteht ein konzeptioneller Zusammenhang zwischen dem Unterricht am Vormittag und den Angeboten am Nachmittag. Die Errichtung und Konzipierung des Ganztages erfolgt auf Basis der Ergebnisse der STEG-Studie (JAHR) „Ganztägig Bilden – eine Forschungsbilanz“, die u.a. zu folgenden Ergebnissen kommt:

  • Ganztag ist durch ein besonderes Potenzial für die individuelle Entwicklung gekennzeichnet.
  • Ganztag dient der Entwicklung fachlicher Kompetenz und des sozialen Lernens 

    und „positive Auswirkungen zeichnen sich im Hinblick auf die Bildungsteilhabe, die Schulmotivation, das Sozialverhalten, die Schulnoten sowie auf das Familienklima aus (STEG in BMBF 2012: 11).

    • Darüber hinaus konnte dem Ganztag eine positive Wirkung hinsichtlich der Binnendifferenzierung (vgl. ebd.) wie auch eine verstärkte Verwendung offener und individualisierter Lernformen (vgl. ebd.) nachgewiesen werden.
    • Der Ganztag verbindet formale und non-formale Bildung vorteilhaft miteinander.

    Damit steht eine Ganztagsbeschulung im Sinne der Qualitätsbestimmung des SBI für „Angebote über den Unterricht hinaus“ wie auch für die Möglichkeit der „Verzahnung der Ausbildung an schulischen und betrieblichen Lernorten/Lernortkooperationen“ (2010: 13).

     

    Ein pädagogisches Leitbild muss für eine gelingende Schulprogrammarbeit von den Akteuren und Akteurinnen dieser zukünftigen Schule selbst entworfen werden. Das Leitbild könnte ähnlich dem der Gesamtschule Holweide in Köln lauten: „Unser Ziel ist eine Schule der Vielfalt, in der Menschen ohne Angst verschieden sein können, jeder seinen Möglichkeiten entsprechend gefördert und gefordert wird, und jeder sich seine Lebenswelt kritisch aneignen und kreativ verändern kann“ (http://www.igs-holweide.de).